Liebe Pfarreiangehörige
Wie Sie sicher schon vernommen haben, hat sich die Lage bezüglich Corona nochmals verschärft. Die Beschränkung von 50 Personen für den Gottesdienst gilt auch für den Friedhofbesuch. Deshalb wird die Totengedenkfeier vom 1. November in allen Pfarreien des Pastoralraumes Zug Berg abgesagt.
Ich bin mir bewusst, dass es für Sie eine schwierige Situation ist, dass dieses gemeinsame Gedenken an die lieben Verstorbenen nicht möglich ist. Trotzdem dürfen Sie wissen, dass Sie nicht allein sind und nicht vergessen werden.
Darum dürfen Sie gerne ein Faltblatt mit Texten und der Liste der Verstorbenen dieses Jahres mitnehmen. Das Faltblatt liegt beim Haupteingang der Kirche auf.
Ich werde an Allerheiligen Nachmittag in der Kirche still für die Verstorbenen beten und alle Gräber auf dem Friedhof segnen.
Falls Sie ein persönliches Gespräch wünschen, melden Sie sich.
Ich wünsche Ihnen auf Ihrem weiteren Weg des Loslassens viele bestärkende und hoffnungsvolle Momente, liebe Menschen, die mit Ihnen diesen Weg gehen und Gottes Segen.
Freundliche Grüsse
Margrit Küng, Gemeindeleiterin Unterägeri
Liebe Pfarreiangehörige
Die Situation bezüglich Covid-19 hat sich in den letzten Wochen zugespitzt und darum wurden die Schutzmassnahmen verschärft. Dies betrifft auch die Kirchen. Ab sofort gilt auch hier die Maskenpflicht. Zudem ist es wichtig, weiterhin auf die Hygiene und den Abstand zu achten. Wer Symptome der Krankheit hat bleibt zu Hause. Damit können wir uns momentan gegenseitig am besten schützen. Danke für das Verständnis.
Margrit Küng, Gemeindeleiterin
Wir freuen uns, dass Rita Nussbaum das Amt als Sakristanin übernehmen wird. Da sie bereits im Chlösterli auf dem Sekretariat arbeitet, sind ihr der Ort und die Bewohner bestens vertraut. Wir wünschen ihr viel Freude an ihrer Aufgabe und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.
Ausserordentlich an der Kirchgemeindeversammlung 2020 war einiges: bedingt durch die Corona-Pandemie konnte die Versammlung erst am 29. September durchgeführt werden und Abstandsregel und Schutzmaskenpflicht bleiben hoffentlich eine sich nicht wiederholende Episode; statt sich wie üblich beim Apéro intensiv auszutauschen erhielten die 51 anwesenden Stimmberechtigten 20 Hüritaler der Korporation für einen Einkauf oder eine Konsumation im Ägerital mit auf den Heimweg. In diesem Jahrhundert wohl einmalig bleibt die Zustimmung zum auf 100 Jahre abgeschlossenen Nutzniessungsvertrag mit der Stiftung Kirchengüter Pfarrei Heilige Familie Unterägeri und auch eine Ergänzungswahl in die Rechnungsprüfungskommission gegen Ende der Amsperiode 2018 – 2021 ist eher unüblich: Frau Brigit Matter, Weststrasse 11, erhielt auf Vorschlag der CVP glanzvoll das Vertrauen sämtlicher Stimmberechtigter als Mitglied und Präsidentin.
Ordentlichen waren die beiden übrigen Traktanden: der Kirchenrat konnte ein sehr erfreuliches Jahresergebnis präsentieren, der grösste Teil des Ertragsüberschusses von CHF 541’776 wird für als Finanzpolitische Reserve auf die hohe Kante gelegt. Dem Budget 2021 hat die Versammlung ebenfalls zugestimmt und der Steuerfuss kann um einen weiteren Prozentpunkt auf 9% des kantonalen Einheitssatzes reduziert werden.
Das Ergebnisprotokoll der Versammlung finden Sie hier; die Vorlage zur Versammlung kann hier eingesehen werden.
Am 1. Januar 2008 übernahm Mathilde Emmenegger das Amt als Sakristanin im Altersheim Chlösterli. Seit damals bereitete sie zuverlässig und mit viel Freude jeden Freitag alles für den Gottesdienst vor. Wir danken Mathilde Emmenegger für diesen wertvollen Dienst in unserer Pfarrei. Wir wünschen ihr alles Gute und Gottes Segen.
„Füür und Flammä“
„En Funkä isch scho gnueg, zum äs grosses Füür a z’zündä…“ Unter diesem Motto starteten wir unseren Einstiegsanlass vom Firmweg. Bei wunderbaren Wetterverhältnissen verbrachten wir unsere gemeinsamen Stunden im Wald und tauchten ein: einerseits in Gespräche rund um unsere eigene Persönlichkeit und Identität, anderseits ins Erlebnis Feuer, Hitze und Glut.
Was ganz klein, zart und unscheinbar beginnt, kann – wenn man es aufmerksam umsorgt, es nährt und hütet – ganz gross, kräftig und prächtig werden.
In unserem Fall entstand ein Feuer, das wärmt und Licht spendet. Ein Feuer, das knistert und Funken sprüht. Ein Feuer auch, das verbindet und ein Gefühl von Gemeinschaft vermittelt, wenn man zusammen mit anderen Menschen drum herum sitzt.
Und sag, hast du schon einmal darüber nachgedacht: Verhält es sich mit Freundschaften nicht genauso? …
Ja, und nun sassen wir nicht nur ums Feuer, sondern wir nutzten auch dessen Glut, um uns zum Mittagessen feine Spaghettis zu kochen. In Kleingruppen wurde intensiv gearbeitet und siehe da: schon bald konnten wir unseren Hunger genüsslich stillen. Ein herzliches Bravo an all die eifrigen Feuermeister/innen!
In diesem ungewöhnlichen Jahr feiern wir den Bettag und Erntedank am gleichen Wochenende. Die Gottesdienste vom 19. und 20. September finden in der Pfarrkirche statt. Luzia Niederberger wird die Kirche mit Erntegaben schön dekorieren. Für die musikalische Mitgestaltung sind die Stockeri-Oergeler am Samstagabend und der Jodlerclub vom Aegerital am Sonntagmorgen besorgt.
Wir freuen uns, mit 44 Kindern aus unserer Pfarrei die Erstkommunion am Sonntag, 27. September um 9.00 Uhr und um 11.00 Uhr feiern zu dürfen. Es findet keine Prozession statt. Die Feldmusik wird sich auf dem Vorplatz der Pfarrkirche aufstellen und den Einzug der Erstkommunionkinder musikalisch begleiten.
Wegen den eingeschränkten Platzverhältnissen bitten wir Pfarreiangehörige, welche nicht zu den geladenen Gästen eines Kommunionkindes zählen, den Gottesdienst am Samstagabend um 18.15 Uhr in der Pfarrkirche zu besuchen. Besten Dank für Ihr Verständnis und die Rücksichtnahme.
Der Kirchenrat lädt alle Stimmberechtigten der Kirchgemeinde und Interessierte am Dienstag, 29. September 2020, 20.00 Uhr, zur Kirchgemeindeversammlung ins Pfarreiheim Sonnenhof ein. Traktandiert sind die folgenden Themen:
Die Vorlage mit Berichten und Anträgen des Kirchenrats zu den Geschäften wird allen Haushaltungen zugestellt und ist hier in elektronischer Version abrufbar.
Die Rechnungsbelege sowie das ausführliche Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom Dienstag, 25. Juni 2019 liegen auf dem Katholischen Pfarramt, Alte Landstrasse 102, zur Einsicht der Steuerzahler auf. Sie können gegen Voranmeldung eingesehen werden.
Zur Sicherheit aller Teilnehmenden kommen die zum Zeitpunkt der Kirchgemeindeversammlung geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus zur Anwendung.
An die Priester, Diakone, Theologinnen, Theologen, Katechetinnen und Katecheten im kirchlichen Dienst
An die Mitglieder kirchlicher und staatskirchenrechtlicher Gremien
Liebe Schwestern und Brüder
Die Instruktion hat uns in den letzten Tagen unvermittelt erreicht. Von einem Motiv oder einer vorgängigen Konsultation ist mir nichts bekannt. Dennoch möchte ich den Text einordnen und einige Gedanken mit Ihnen teilen.
I.
Mir gefällt, dass die Instruktion den missionarischen Auftrag der Pfarrei unterstreicht. Die Pfarrei dreht sich nicht um sich selbst. Es ist deshalb gut, uns selbstkritisch zu fragen, ob wir in unseren Pastoralräumen und Pfarreien wirklich „den Glauben ins Spiel bringen“. Mir gefällt, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien angeregt wird, territorial und kategorial. Selbstkritisch müssen wir feststellen, dass wir das da und dort verbessern können. Mir gefällt, dass die „Erreichbarkeit und Nähe“ (Nr. 44) ein Thema ist, denn sie bleiben für uns eine Herausforderung. Mir gefällt, dass das ganze Volk Gottes Subjekt der Evangelisierung ist. Unsere Dokumente „Den Glauben ins Spiel bringen“ und „Une Église rayonnante de l’Évangile“ weisen da gute Wege.
II.
Seit dreissig Jahren, angefangen im Jura pastoral, gestalten und verändern wir gemeinsam, wie es Nr. 41 der Instruktion fordert, das kirchliche Leben im missionarischen Sinn. Gemeinsam heisst: Alle Betroffenen sind eingebunden (Vereine und Gruppierungen, Bewegungen, Räte und Gremien, Orden und religiöse Gemeinschaften, Pfarreiangehörige, Katechetinnen und Jugendarbeiter, Sozialarbeiterinnen und Kirchenmusiker, Sekretärinnen und Hauswarte, Theologinnen und Theologen, Diakone, Priester und Bischöfe). Gemeinsam heisst: Wir handeln im Zusammenspiel kanonischer und staatskirchenrechtlicher Gremien (lokale und kantonale Exekutiven und Legislativen). Dankbar dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir unter Einbezug aller behutsam vorgehen. Das dauert lange und braucht viel Kraft. Deshalb sei hier allen Verantwortlichen einmal mehr herzlich Danke gesagt.
III.
Ab Nr. 42 erinnert die Instruktion an einschlägige allgemeine kirchenrechtliche Vorgaben. Dass die Pfarrei so sehr auf den Pfarrer zentriert gesehen wird, entspricht nicht unserer Wirklichkeit und ist obendrein theologisch defizitär und klerikalistisch verengt. Denn „der grundlegende Bezugspunkt für die Pfarrgemeinde“ (Nr. 62) ist nicht der Pfarrer, sondern der gekreuzigte und auferstandene Jesus Christus.
IV.
Die Instruktion ist allgemein und kann naturgemäss nicht auf besondere Umstände eingehen. Dazu gehört für uns insbesondere das „duale System“. Deshalb sind für uns das Pastoralschreiben Nr. 12 der Schweizer Bischöfe „Beauftrage Laien im kirchlichen Dienst“, diözesane Normen sowie staatliche und staatskirchenrechtliche Vorgaben wichtig. Konkret bedeutet das, dass unsere Leitungsmodelle sowie die Berufs- und Amtsbezeichnungen weiterhin gelten.
V.
Ich kann verstehen, dass die Instruktion manche ernüchtert, weil sie unsere Wirklichkeit und unsere Herausforderungen nur am Anfang und am Schluss abbildet. Vor allem im Bereich des Rechts ist keine Innovation zu erkennen, so dass der schale Eindruck bleibt, es gehe letztlich eben doch um die Vorrangstellung des Klerus. Das ist schade und bereitet mir Sorge. Ich will mich darum weiterhin dafür einsetzen, dass das kirchliche Leben im Bistum Basel entwicklungsorientiert bleibt, auch in struktureller und rechtlicher Hinsicht. Nr. 2 der Instruktion bestärkt mich darin. Denn es geht hier um Öffnung, strukturelle Reform und einen neuen Stil, um Begegnung, Nähe, Barmherzigkeit, kurz: um die „Sorge für die Verkündigung des Evangeliums“.
VI.
Die Instruktion zeigt einmal mehr, dass der Dialog zwischen den Bistümern und den römischen Dikasterien noch sehr mangelhaft ist. Sie zeigt zweitens, dass die theologische Debatte über die Stellung und den Auftrag des Priesters nottut. Dazu gehört drittens auch die Klärung des kirchlichen Dienstamtes für Frauen und Männer im Gefüge der Gemeinschaft des Volkes Gottes unter den lebensweltlichen Bedingungen unserer Zeit.
VII.
Wir gehen besonnen weiter, gemeinsam, mit gebotener Unterscheidung, im Anstossen von Prozessen, im Vertrauen auf Gottes Wirken. Ich danke Ihnen allen für das gemeinsame Suchen nach der rechten Erfüllung unseres gemeinsamen Auftrags, „den Weg für die Verkündigung des Evangeliums“ (Nr. 1) zu ebnen.
Mit der Bitte um die Kraft des Heiligen Geistes grüsse ich Sie freundlich
Felix Gmür, Bischof von Basel