Der Kirchenrat lädt zu einer Besichtigung der momentanen Bauarbeiten in und an unserer Pfarrkirche ein. Am Montag 10. Juli 2023, 19 Uhr empfängt Bauchef Alfred Meier Interessierte gerne beim Hauptportal, um aussen wie innen die derzeitigen Sanierungsarbeiten zu zeigen und zu erläutern.
Wir versprechen eindrückliche Erkenntnisse sowie eine spannende Führung.
Bei der Sanierung der Pfarrkiche sieht der Zwischenstand aktuell – Ende Juni 2023 – wie folgt aus:
Aussen: Der Deckputz im unteren Bereich ist abgespitzt und die Riss-Prophylaxen sind teilweise vorbereitet. Im oberen Bereich ist die Riss-Prophylaxe fertig und bereit für die Malerarbeiten. Priorität haben aber die Arbeiten im Innenbereich.
Innen: Sämtlicher Putz (Deckputz und Grundputz) ist abgespitzt und wurde entsorgt (ca. 100 Tonnen!). Die Fugen der Mauern werden ergänzt und wo nötig geflickt. Die Riss-Prophylaxen sind teilweise fertig. In den nächsten Wochen wird der Grundputz wieder aufgetragen.
Bilder dazu:
Einen Überblick über die bisherigen Arbeiten erhalten Sie hier.
Im Gegensatz zu den Pfarreien aus den Talgemeinden können es sich diejenigen des Pastoralraums Zug-Berg distanzbedingt leisten, erst bei Tageslicht die Landeswallfahrt nach Einsiedeln anzutreten. So auch am diesjährigen Auffahrtstag, als sich eine stattliche Schar Pilger der Pfarrei Heilige Familie Unterägeri bei unserer Marienkirche versammelte. Unsere Gemeindeleiterin erteilte unter Glockengeläut den Pilgersegen und übergab alsdann das Kommando den beiden tüchtigen Vorbetern von der Schwendi bzw. vom Unterzittenbuch. Gekonnt formierten sich die Pilger in einer Zweierreihe, und entlang des Ägerisees wurde ein erstes Mal ein ganzer Rosenkranz wechselseitig durchgebetet.
Als die Gruppe kurz vor 9 Uhr bei der Kirche unserer Nachbargemeinde eintraf, waren die griesgrämigen Gesichter der dort eingefundenen Pilger aus unserer Mutterpfarrei unübersehbar. Grund für deren finsteren Mienen war ihre Feststellung, dass sich unter den beiden Regierungsräten, welche die Unterägerer begleiteten, ausgerechnet auch die aus Oberägeri stammende Sicherheitsdirektorin befand. Teile der örtlichen Pfarreioberen hätte es in diesem Moment mutmasslich vorgezogen, in ihre frisch renovierten Kirchenstufen beissen statt von dort uns ihren verlangten Segen spenden zu müssen…
Wie auch immer: Der Aufstieg auf den Ratenpass verlief wie gehabt gebetsfrei. Insbesondere Frau Regierungsrätin überzeugte mit beeindruckender Fitness, dank welcher sie – zusätzlich motiviert durch das Durchschreiten ihrer alten Heimat – die über 300 Höhenmeter im Rekordtempo überwand. Der Gesundheitsdirektor folgte ihr flotten Schritts, und angelangt auf der Passhöhe zeigte er in souveräner Manier keinerlei Vorbehalte, sich in der dortigen, ihm nicht immer wohlgesonnenen Gaststätte zu verköstigen. Inzwischen war auch der Zuger Standesvertreter in Bern auf dem Kulminationspunkt des Pilgerwegs eingetroffen, welchen er mit einer Wanderschar aus seiner Gemeinde Menzingen erreichte. Zusammen mit weiteren Pfarreiangehörigen aus Unterägeri reihten er und seine Gattin sich bei uns ein, sodass sich eine auf stattliche Anzahl angewachsene Schar auf den weiteren Weg in Richtung Klosterdorf begab.
Kurz vor dem Überschreiten der Kantonsgrenze wurden auf behördliches Geheiss die Ave-Maria unterbrochen, galt es doch, sich noch auf heimischem Grund fürs Gruppenfoto zu positionieren. Das Abschreiten des restlichen Pilgermarschs über Aegeriried und Katzenstrick verlief fromm und zügig und wurde einzig von ein paar pietätlosen E-Bike-Fahrern mit ZH-Plaketten am Gerät geringfügig beeinträchtigt. Kräftig ertönte bei Ankunft in der Gnadenkapelle ein Marienlied, verbunden mit dem Dank an den Allmächtigen, dass derart hohe Kantonsvertreter gesund, munter und innerlich gestärkt von der Obhut unserer Pfarrei wieder entbunden werden konnten.
Mit dem Gerüstbau haben am 28. März 2023 die Renovationsarbeiten an und in unserer Pfarrkirche begonnen. Am Weissen Sonntag, 16. April 2023 wird die Kirche ein letztes Mal für Feierlichkeiten benutzt, tags darauf werden wir sie für längere Zeit schliessen müssen.
Weiterhin ist geplant, mit Ihnen den Abschluss der Riss- und Kirchenbanksanierungen an oder um Allerheiligen zu feiern, mit Verzögerungen bleibt aber zu rechnen. Über den Verlauf der Sanierung werden Sie sich jederzeit ein Bild machen können, denn wir werden Sie auf unserer Webseite gerne und regelmässig über die Arbeiten und deren Fortgang informieren.
Einen diesbezüglichen Zwischenbericht erhalten Sie zudem direkt von unserem Bauchef Alfred Meier (041 752 09 90, alfred.meier@kath-unteraegeri.ch) an der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung 2023. Entsprechend freuen wir uns auf die Begegnungen mit Ihnen am Dienstag, 27. Juni, 20.00 Uhr, im Pfarreiheim Sonnenhof.
Der Kirchenrat
Wie die Baustelle bedient wird und welche Einschränkungen entstehen werden, können Sie gerne den beiden Baustelleninstallationsplänen entnehmen:
– Baustelleninstallationsplan von Baubeginn bis 16. April 2023 (Kirche für die Öffentlichkeit noch offen)
– Baustelleninstallationsplan von 17. April bis 1. November 2023 (Kirche für die Öffentlichkeit geschlossen)
Kürzlich luden Kirchenrat und Gemeindeleitung die Mitglieder der verschiedenen Pfarreigruppierungen zum traditionellen Helferinnen- und Helfer-Essen. Nahezu 60 engagierte Mitarbeitende und Freiwillige erschienen an der Veranstaltung, welche mit einem gediegenen Apéro im Foyer des Sonnenhofs lanciert wurde. Alsdann begaben sie sich in den Pfarreisaal, wo zwei Musikschüler die Anwesenden mit vierhändig vorgetragenen Klavierstücken erfreuten und so eindrücklich die offiziellen Begrüssungsworte von Gemeindeleiterin Margrit Küng sowie Kirchgemeindepräsident Ivo Krämer musikalisch umrahmten. Nicht nur aufgrund des von der Partychuchi vortrefflich zubereiteten Menüs, welches die Kirchenräte servierten, sondern insbesondere auch der tollen Stimmung wegen begaben sich die Gäste spät und erst noch mit einem essbaren „Bhaltis“ auf den Heimweg. Somit mündete der kirchenbehördliche Danksagungsanlass auch in diesem Jahr in ein wunderbares Zusammensein und manifestierte einmal mehr, wie herrlich bunt das Pfarreileben in unserem Dorf ausgestaltet ist. Erzählen wir allen davon!
Die Laternen laden zu einem besinnlichen Spaziergang in der Winterzeit ein. Idealerweise beginnen Sie den Laternenweg bei der Allmendkapelle; dieser ist gut beschildert.
Unterwegs lädt das Laternenstübli zum Verweilen ein. Es ist jeweils am Samstag und Sonntag von 17.00 bis 21.00 Uhr geöffnet; zusätzlich auch am 8. und 26. Dezember. Am 24. Dezember ist das Laternenstübli geschlossen.
Herzlichen Dank an Landeigentümer, Gemeinde, Bauamt und Sponsoren für die aktive und positive Unterstützung. Ein grosses Dankeschön an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die in irgend einer Art und Weise mitwirken.
Wie Sie uns unterstützen können:
Kerzen für eine Nacht spenden: Einzahlen von CHF 140.- an Raiffeisenbank Unterägeri, IBAN CH09 8080 8006 4767 9809 7. Wenn Sie ein bestimmtes Datum wünschen, wenden Sie sich bitte an Markus Müller 041 750 05 12.
Jede freie Spende ist willkommen. Sie finden auf der Strecke eine Kasse in Form einer Laterne für spontane Spenden unterwegs. Herzlichen Dank!
In diesem Jahr werden nun schon 307 Laternen den Wegrand dekorieren und den Weg mit ihrem Licht erhellen.
Das OK freut sich, wenn die 307 Laternen den kommenden Advent erhellen können und zu einem besinnlichen Spaziergang in der Winterzeit animieren. Ein herzliches Dankeschön geht schon jetzt an alle freiwilligen Helferinnen und Unterstützer, die in irgend einer Art und Weise mitwirken.
Wie Sie uns unterstützen können:
Kerzen für eine Nacht spenden: Einzahlen von CHF 140.- an Raiffeisenbank Unterägeri, IBAN CH09 8080 8006 4767 9809 7. Wenn Sie ein bestimmtes Datum wünschen, wenden Sie sich bitte an Markus Müller 041 750 05 12
Jede freie Spende ist willkommen. Sie finden auf der Strecke eine Kasse in Form einer Laterne für spontane Spenden unterwegs. Herzlichen Dank!
Im Anschluss an den Pfarreigottesdienst vom Sonntag, 10. Oktober 2021 wurden in einer Kirchgemeindeversammlung die ordentlichen Erneuerungswahlen für die Organe der Kirchgemeinde durchgeführt. Die 42 anwesenden Stimmberechtigten bestätigten unter der Leitung von Kirchgemeindepräsident Ivo Krämer – und für Wahl zum Kirchgemeindepräsidenten von Vizepräsidentin Marta Theiler – sämtliche bisherigen Amtsträger.
Der Kirchenrat setzt sich damit für die Amtsperiode 2022 – 2025 aus Marta Theiler, Alfred Meier, Ivo Krämer (gleichzeitig Kirchgemeindepräsident) und Hubert Schuler zusammen. Dem Gremium gehören gemäss Gemeindeordnung weiter – ohne Stimmrecht – Gemeindeleiterin Margrit Küng und Kirchenschreiber Christoph Schönenberger an. Die Rechnungsprüfungskommission besteht auch per 1. Januar 2022 aus Manuela Inglin, Adrian Schär und Brigit Matter (gleichzeitig Präsidentin). Das Ergebnisprotokoll der Versammlung finden Sie hier.
In einer Pfarreiversammlung wurde ebenfalls der Pfarreirat neu bestellt. Nebst Gemeindeleiterin Margrit Küng, Kirchenrätin Marta Theiler und Sakristan Martin Lüönd als Mitglieder von Amtes wegen wurden Agnes Gwerder (bisher, Vizepräsidentin und Kassierin), Corina Stüssi (bisher, Aktuarin), Sandra Gerber (neu, Leitung 80+ und gleichzeitig Präsidentin) und Heidi Zimmermann (neu, Leitung Apérogruppe) in das Beratungsgremium für unsere Seelsorge berufen.
Bei einem der zahlreichen Gewitter in diesem Sommer 2021 schlug der Blitz am 4. Juni gegen Mitternacht in den Turm der Dreifaltigkeitskapelle in Mittenägeri ein. Während früher die Bäume der Umgebung einen gewissen Schutz boten, ist der Turmspitz inzwischen höchster Punkt im Umkreis und damit vermehrt Ziel von Blitzeinschlägen. Dabei wurde die mehr als fünf Jahrhunderte alte Glocke – ein Giessdatum ist nicht bekannt – beschädigt, das Joch mittendurch gespalten. Auch an den Dächern und elektrischen Anlagen und Geräten des angebauten Eremitenhauses entstand erheblicher (Sach-)Schaden. Dazu ist in der Zuger Zeitung vom 6. Juli 2021 dieser Bericht erschienen.
Das Joch wurde in der Zwischenzeit ersetzt und der wahrscheinlich ursprüngliche Klöppel gegen einen neuen ausgetauscht. Zusätzlich wurde die Aufhängung mit einem Kugellager versehen, die das immer noch von Hand vorgenommene Läuten erleichtern soll. Später werden zudem die Dächer der Kapelle und des Eremitenhauses mit einer Blitzschutzanlage versehen. Mindestens die Glocke wurde damit fit getrimmt für den Betrieb der nächsten Jahrhunderte.
Gemeindeleiterin Margrit Küng hat die Glocke nach dem Wiederaufzug in den Glockenturm – in ihrer Luzerner Hinterländer Mundart – frisch eingesegnet bevor Glöcknerin Josefina Camenzind sie ein erstes Mal wieder erklingen liess.
Glogge vo de Drüfaltigkeitskapelle:
– meischtens hanged si schtill vor sich äne,
viellecht luegt sie zrogg,
uf de, wo die alt Landschtross no d’Houptschtross gsi isch,
wo’s no wenig Verchehr gha hed,
wo d’ Lüüt froh gse send, dass si glüttet hed,
si hed ihne Tagesschtruktur ghä,
ned jede hed e Uhr oder es Händy gha.
Glogge vo de Drüfaltigkeitskapelle:
– viellecht luegt si au höt no gnau häre,
gseht, dass si nüm ellei schtoht,
dass die alte schützende Böim ewäg send,
gseht, dass d Lüüt hetzid,
ghört, dass mer sich mängisch wägem Lüüte ufregt.
Glogge vo de Drüfaltigkeitskapelle
– viellecht luegt si i d’Zuekunft und dänkt,
ich lüüte wiiter,
au wenn nur no am Samschtig Obe
oder wenn Pilger verbi chömid.
Es isch guet, wenn d’Lüüt mich ghörid
und vielleicht e Momänt, am Samschtig dra dänkid,
dass ihne de Sonntig als Tag vo Gott,
als Ruhetag gschänkt isch.
D Glogge vo de Drüfaltigkeitskapelle, lömer si lo lüüte,
bitte mer Gott um sine Säge:
Guete Gott, sägne die Glogge vo üsere Kapelle.
Si söll üsi Ouge, Ohre und Härze uftue für dech,
dass mer gsehnd, wie riich du üs immer weder beschänksch.
Si söll üs erinnere, dass du’s bisch, wo über üs wacht und
üs begleitisch bi allem Tue.
Si söll üs hälfe, dass mer s’Schtuune und s’Danke ned verlerid.
Si söll üs ilade, dass mer immer weder Zyte für Schtilli und Bsinnig finded.
Drum bliib du guete Gott mit dim Säge über dere Glogge und über üs allne,
wo si immer weder dörfe ghöre.
Im Name vom Vater, Sohn und Heilig Geischt. Amen.
An die Priester, Diakone, Theologinnen, Theologen, Katechetinnen und Katecheten im kirchlichen Dienst
An die Mitglieder kirchlicher und staatskirchenrechtlicher Gremien
Liebe Schwestern und Brüder
Die Instruktion hat uns in den letzten Tagen unvermittelt erreicht. Von einem Motiv oder einer vorgängigen Konsultation ist mir nichts bekannt. Dennoch möchte ich den Text einordnen und einige Gedanken mit Ihnen teilen.
I.
Mir gefällt, dass die Instruktion den missionarischen Auftrag der Pfarrei unterstreicht. Die Pfarrei dreht sich nicht um sich selbst. Es ist deshalb gut, uns selbstkritisch zu fragen, ob wir in unseren Pastoralräumen und Pfarreien wirklich „den Glauben ins Spiel bringen“. Mir gefällt, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien angeregt wird, territorial und kategorial. Selbstkritisch müssen wir feststellen, dass wir das da und dort verbessern können. Mir gefällt, dass die „Erreichbarkeit und Nähe“ (Nr. 44) ein Thema ist, denn sie bleiben für uns eine Herausforderung. Mir gefällt, dass das ganze Volk Gottes Subjekt der Evangelisierung ist. Unsere Dokumente „Den Glauben ins Spiel bringen“ und „Une Église rayonnante de l’Évangile“ weisen da gute Wege.
II.
Seit dreissig Jahren, angefangen im Jura pastoral, gestalten und verändern wir gemeinsam, wie es Nr. 41 der Instruktion fordert, das kirchliche Leben im missionarischen Sinn. Gemeinsam heisst: Alle Betroffenen sind eingebunden (Vereine und Gruppierungen, Bewegungen, Räte und Gremien, Orden und religiöse Gemeinschaften, Pfarreiangehörige, Katechetinnen und Jugendarbeiter, Sozialarbeiterinnen und Kirchenmusiker, Sekretärinnen und Hauswarte, Theologinnen und Theologen, Diakone, Priester und Bischöfe). Gemeinsam heisst: Wir handeln im Zusammenspiel kanonischer und staatskirchenrechtlicher Gremien (lokale und kantonale Exekutiven und Legislativen). Dankbar dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir unter Einbezug aller behutsam vorgehen. Das dauert lange und braucht viel Kraft. Deshalb sei hier allen Verantwortlichen einmal mehr herzlich Danke gesagt.
III.
Ab Nr. 42 erinnert die Instruktion an einschlägige allgemeine kirchenrechtliche Vorgaben. Dass die Pfarrei so sehr auf den Pfarrer zentriert gesehen wird, entspricht nicht unserer Wirklichkeit und ist obendrein theologisch defizitär und klerikalistisch verengt. Denn „der grundlegende Bezugspunkt für die Pfarrgemeinde“ (Nr. 62) ist nicht der Pfarrer, sondern der gekreuzigte und auferstandene Jesus Christus.
IV.
Die Instruktion ist allgemein und kann naturgemäss nicht auf besondere Umstände eingehen. Dazu gehört für uns insbesondere das „duale System“. Deshalb sind für uns das Pastoralschreiben Nr. 12 der Schweizer Bischöfe „Beauftrage Laien im kirchlichen Dienst“, diözesane Normen sowie staatliche und staatskirchenrechtliche Vorgaben wichtig. Konkret bedeutet das, dass unsere Leitungsmodelle sowie die Berufs- und Amtsbezeichnungen weiterhin gelten.
V.
Ich kann verstehen, dass die Instruktion manche ernüchtert, weil sie unsere Wirklichkeit und unsere Herausforderungen nur am Anfang und am Schluss abbildet. Vor allem im Bereich des Rechts ist keine Innovation zu erkennen, so dass der schale Eindruck bleibt, es gehe letztlich eben doch um die Vorrangstellung des Klerus. Das ist schade und bereitet mir Sorge. Ich will mich darum weiterhin dafür einsetzen, dass das kirchliche Leben im Bistum Basel entwicklungsorientiert bleibt, auch in struktureller und rechtlicher Hinsicht. Nr. 2 der Instruktion bestärkt mich darin. Denn es geht hier um Öffnung, strukturelle Reform und einen neuen Stil, um Begegnung, Nähe, Barmherzigkeit, kurz: um die „Sorge für die Verkündigung des Evangeliums“.
VI.
Die Instruktion zeigt einmal mehr, dass der Dialog zwischen den Bistümern und den römischen Dikasterien noch sehr mangelhaft ist. Sie zeigt zweitens, dass die theologische Debatte über die Stellung und den Auftrag des Priesters nottut. Dazu gehört drittens auch die Klärung des kirchlichen Dienstamtes für Frauen und Männer im Gefüge der Gemeinschaft des Volkes Gottes unter den lebensweltlichen Bedingungen unserer Zeit.
VII.
Wir gehen besonnen weiter, gemeinsam, mit gebotener Unterscheidung, im Anstossen von Prozessen, im Vertrauen auf Gottes Wirken. Ich danke Ihnen allen für das gemeinsame Suchen nach der rechten Erfüllung unseres gemeinsamen Auftrags, „den Weg für die Verkündigung des Evangeliums“ (Nr. 1) zu ebnen.
Mit der Bitte um die Kraft des Heiligen Geistes grüsse ich Sie freundlich
Felix Gmür, Bischof von Basel